Digitaler Nachlass – Was passiert mit meinen Daten nach dem Tod?

Zielgruppe des Projekts

Erwachsene und ältere Menschen, die sich mit Vorsorge und dem Umgang mit ihren digitalen Daten beschäftigen möchten.

Welche (pädagogischen / medienpädagogischen) Ziele verfolgt das Projekt?

• Sensibilisierung für das Thema digitaler Nachlass
• Aufklärung über Risiken und Handlungsmöglichkeiten
• Förderung eigenverantwortlicher Vorsorge
• Vermittlung konkreter Schritte zur Umsetzung

Kurzbeschreibung

Der Workshop vermittelt grundlegendes Wissen zum digitalen Nachlass und zeigt, welche digitalen Spuren Menschen im Alltag hinterlassen – oft ohne sich dessen bewusst zu sein.

Viele Teilnehmende wissen nicht, was nach ihrem Tod mit E-Mail-Konten, Social-Media-Profilen oder Online-Abonnements passiert. Der Workshop schafft Klarheit, zeigt typische Problemfelder auf und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für eine selbstbestimmte Vorsorge.

Ziel ist es, Teilnehmende in die Lage zu versetzen, ihre digitalen Angelegenheiten bewusst zu regeln.

Ablauf des Projekts

Einstieg:
• Was gehört alles zum digitalen Nachlass?

Inputphase (ca. 60 Minuten):
• Überblick über digitale Konten und Daten
• Was passiert ohne Regelung?
• rechtliche und praktische Aspekte
• typische Risiken (z. B. unzugängliche Konten, laufende Kosten)

Praxisphase (ca. 30 Minuten):
• erste Bestandsaufnahme eigener Accounts
• konkrete Schritte zur Vorsorge (z. B. Dokumentation, Vertrauensperson)
• individuelle Fragen

Abschluss:
• Zusammenfassung und Hinweise auf weiterführende Unterstützung

Vorkenntnisse der Mitarbeiter*innen

• Grundkenntnisse zu digitalen Anwendungen
• Sensibilität im Umgang mit persönlichen und emotionalen Themen
• Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln

Materialien / Technik

• Präsentationsmöglichkeit (Beamer / Bildschirm)
• WLAN
• ggf. eigene Smartphones der Teilnehmenden

Tipps für die Umsetzung in der Bibliothek

• Thema sensibel, aber sachlich vermitteln
• klare Struktur geben (sonst überfordert es schnell)
• praktische Umsetzungsschritte in den Fokus stellen
• ggf. mit weiterführenden Angeboten kombinieren (z. B. 1:1-Beratung)

Kooperationspartner

• Technikbotschafterinnen und Technikbotschafter Gemeinsam Digital e.V.
• Lokale Senioreneinrichtungen
• Volkshochschulen
• lokale Gesundheitsinitiativen
• Verbraucherzentralen

Herausforderungen / Feedback

• Thema wird oft verdrängt oder als unangenehm empfunden
• große Wissenslücken bei gleichzeitig hoher Relevanz
• Unsicherheit bei rechtlichen Fragen

Feedback zeigt:
• starkes Interesse, wenn das Thema einmal sichtbar gemacht wird
• hohe Dankbarkeit für konkrete Orientierung
• viele Teilnehmende setzen erste Schritte direkt im Anschluss um

Gruppengröße

8–12 Personen

Zeitumfang

Vorbereitung: ca. 1–2 Stunden, Durchführung: 1,5 Stunden

Eingereicht von

Städtische Bibliotheken Leipzig | Stefanie Tscholitsch

Thema Internet & Social Media

 

Warum Internet- & Social-Media-Projekte in der Bibliothek?

  • In Internet- oder Social-Media-Projekten können die Lebenswelten verschiedener Zielgruppen widergespiegelt sowie die Selbst- und Wertereflexion gefördert werden.
  • Das Wissen über Marktmechanismen wird ausgebaut.
  • Die Kritikfähigkeit auf vermittelte Rollenbilder, Werthaltungen und Normen wird gestärkt.
Wir freuen uns auf Ihre Workshopidee!

Alles zum Thema: Projekte selbst gestalten

Ziele und Zielgruppen, Themen und Inhalte, Methoden und Tools - wer ein medienpädagogisches Projekt planen und erfolgreich in der eigenen Bibliothek umsetzen möchte, muss sich vorab mit vielen verschiedenen Aspekten auseinandersetzen. Hier finden Sie zahlreiche Informationen, Tipps und Anregungen rund ums Thema "Projekte selbst gestalten", die den Start mit dem eigenen Projekt leichter machen.