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Making
Schulkinder
Bis 20 Teilnehmer*innen
Halbtagesveranstaltung

Zielgruppe des Projekts

Schulkinder der Grundschulklassen 1- 4 (6 - 11 Jahre)

Welche (pädagogischen / medienpädagogischen) Ziele verfolgt das Projekt?

Das Projekt verfolgt das Ziel, Kindern einen niedrigschwelligen Zugang zu kreativer Medienarbeit zu ermöglichen und dabei grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Mediengestaltung, Ausdruck und Sprache zu fördern. Durch die Einführung in einfache Animationstechniken lernen die Teilnehmenden, digitale Werkzeuge aktiv und gestaltend zu nutzen, anstatt sie ausschließlich konsumierend einzusetzen.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Medienpädagogik und Sprachförderung. Die Kinder entwickeln entlang einer Leitgeschichte eigene Ideen, setzen diese visuell um und tauschen sich darüber aus. Dadurch werden sowohl narrative Kompetenzen als auch der mündliche Ausdruck gestärkt. Insbesondere das Erklären eigener Arbeitsschritte und das Präsentieren von Ergebnissen fördern Sprachbewusstsein und Selbstvertrauen.

Darüber hinaus zielt das Projekt auf die Stärkung von Kreativität und Selbstwirksamkeit ab. Die Teilnehmenden erleben, dass sie eigene Ideen in digitale Produkte umsetzen können, und entwickeln ein Verständnis dafür, wie Bewegung, Timing und Gestaltung zusammenwirken. Dies fördert nicht nur gestalterische Fähigkeiten, sondern auch problemlösendes Denken und Durchhaltevermögen.Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung sozialer Kompetenzen.
Durch gemeinsames Arbeiten, gegenseitiges Zeigen und Unterstützen (Peer-Learning) entsteht ein kooperatives Lernumfeld, in dem Kinder voneinander lernen und Verantwortung übernehmen können.

Das Projekt ist bewusst so konzipiert, dass es inklusiv und niedrigschwellig umsetzbar ist. Es ermöglicht Kindern mit unterschiedlichen Vorerfahrungen und sprachlichen Hintergründen eine aktive Teilnahme und schafft Zugänge über visuelles und kreatives Arbeiten.

Kurzbeschreibung

Das Projekt bietet einen niedrigschwelligen Workshop zur Einführung in die Grundlagen der Animation für Kinder.
Entlang einer einfachen Leitgeschichte entwickeln die Teilnehmenden eigene kurze Animationen und lernen dabei spielerisch zentrale Prinzipien wie Bewegung, Timing und Ausdruck kennen.

Nach einer kurzen inhaltlichen Einführung setzen die Kinder eine erste Übung um (z. B. eine Ballanimation), bevor sie eigene Ideen entwickeln und gestalterisch umsetzen.

Der Fokus liegt auf kreativem Ausprobieren, selbstständigem Arbeiten und dem Austausch untereinander. Ergebnisse werden in kleinen Runden präsentiert und gemeinsam reflektiert.

Der Workshop kann flexibel in Bibliotheken durchgeführt werden und verbindet Medienbildung mit Sprachförderung, Kreativität und Selbstwirksamkeit. Er ist so konzipiert, dass keine Vorkenntnisse erforderlich sind und Kinder mit unterschiedlichen Hintergründen teilnehmen können.

Ablauf des Projekts

Der Workshop ist als halbtägiges Format (ca. 3–4 Stunden) konzipiert und gliedert sich in mehrere aufeinander aufbauende Phasen:

1. Einstieg und Einführung (ca. 20–30 Minuten)
Begrüßung, kurze Vorstellung des Ablaufs sowie Einführung in das Thema Animation. Anhand einfacher Beispiele wird gezeigt, wie Bewegung durch Einzelbilder entsteht. Die Leitgeschichte wird vorgestellt und dient als kreativer Rahmen für den Workshop.

2. Erste praktische Übung (ca. 30–45 Minuten)
Die Teilnehmenden setzen eine einfache Animation um (z. B. hüpfender Ball), um grundlegende Prinzipien wie Bewegung, Timing und Wiederholung kennenzulernen. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit der Technik zu gewinnen.

3. Ideenentwicklung (ca. 20–30 Minuten)
Auf Basis der Leitgeschichte entwickeln die Kinder eigene kleine Szenen oder Figuren. Skizzen und erste Konzepte werden erstellt und bei Bedarf gemeinsam besprochen.

4. Kreative Umsetzungsphase (ca. 60–90 Minuten)
Die Teilnehmenden erstellen ihre eigenen Animationen. Dabei werden sie individuell begleitet und unterstützt. Der Fokus liegt auf selbstständigem Arbeiten, Ausprobieren und kreativer Umsetzung.

5. Präsentation und Reflexion (ca. 20–30 Minuten)
Die entstandenen Arbeiten werden in der Gruppe präsentiert. Die Kinder erzählen kurz zu ihren Ideen und Erfahrungen. Gemeinsam wird reflektiert, was gut funktioniert hat und was sie gelernt haben.

6. Abschluss (ca. 10–15 Minuten)
Zusammenfassung der Inhalte, Feedbackrunde und ggf. Hinweise, wie die Kinder zu Hause oder in der Bibliothek weiterarbeiten können.

Vorkenntnisse der Mitarbeiter*innen

Grundkenntnisse im Umgang mit einer Zeichen- bzw. Animations-App (z. B. auf Tablets) sind erforderlich.

Ebenso sollten grundlegende zeichnerische Fähigkeiten sowie ein Verständnis für einfache Animationsprinzipien vorhanden sein. Die Arbeit orientiert sich an den klassischen Animationsprinzipien (u. a. nach Disney), insbesondere in Bezug auf Bewegung, Timing und Ausdruck. Diese Grundlagen sollten den Mitarbeitenden vertraut sein, um die Kinder fachlich begleiten zu können.

Falls diese Kenntnisse nicht vorhanden sind, wird empfohlen, den Workshop gemeinsam mit entsprechend qualifizierten Honorarkräften durchzuführen oder vorab eine Einführung bzw. Schulung in Anspruch zu nehmen. Alternativ kann das Format auch vollständig durch externe Fachkräfte umgesetzt werden.

Materialien / Technik

• iPads (idealerweise 1 Gerät pro Kind oder in Kleingruppen)
• Apple Pencil oder kompatible Stylus-Stifte
• Installierte Zeichen- und Animations-App (Procreate mit Animationsfunktion)
• Ladegeräte bzw. ausreichend geladene Geräte
• Optional:Beamer oder Bildschirm zur Einführung und Demonstration
• Lautsprecher für Beispielvideos oder kurze Inputs
• Analoge Materialien (für Ideenentwicklung):Papier und Bleistifte für Skizzen
• ggf. einfache Vorlagen

Sonstiges:
• Möglichkeit zum Export der Ergebnisse (z. B. AirDrop)
• Internetverbindung (optional, nicht zwingend erforderlich)

Tipps für die Umsetzung in der Bibliothek

Das Projekt eignet sich besonders gut für offene, kreative Lernräume wie Bibliotheken, da es Medienbildung mit freiem Ausprobieren verbindet.

Es empfiehlt sich, den Workshop in einem ruhigen, gut strukturierten Bereich mit ausreichend Arbeitsplätzen durchzuführen, sodass konzentriertes Arbeiten möglich ist.

Eine kurze, visuelle Einführung über einen Bildschirm oder Beamer erleichtert den Einstieg und sorgt dafür, dass alle Teilnehmenden die Grundlagen gleichzeitig verstehen.

Während der Umsetzungsphase sollte genügend Zeit für individuelles Arbeiten eingeplant werden, da Kinder in unterschiedlichem Tempo arbeiten. Hilfreich ist es, klare, einfache Aufgabenstellungen zu geben (z. B. eine erste Übung), bevor die Kinder eigene Ideen entwickeln. Gleichzeitig sollte Raum für Kreativität und individuelle Gestaltung bleiben.

Da Bibliotheken häufig heterogene Gruppen erreichen, empfiehlt sich ein flexibler und unterstützender Ansatz: Peer-Learning (Kinder helfen sich gegenseitig) kann aktiv gefördert werden. Auch eine klare Struktur bei der Geräteverteilung und -nutzung trägt zu einem reibungslosen Ablauf bei.

Optional kann das Projekt gut in bestehende Angebote integriert werden, z. B. im Rahmen von Ferienprogrammen, offenen Mediennachmittagen oder als Teil von Leseförderungsformaten, da die Verbindung von Storytelling und Animation besonders gut anschlussfähig ist.

Das Projekt ist als kompakter Workshop-Nachmittag mit einer Gesamtdauer von ca. 3 bis 4 Stunden konzipiert. Für die Durchführung sollten zusätzlich ca. 1–2 Stunden für Vorbereitung (Technik, Materialien, Raumaufbau) sowie ca. 30–60 Minuten für Nachbereitung (Sicherung der Ergebnisse, kurze Reflexion) eingeplant werden.

Das Format kann bei Bedarf flexibel angepasst werden, z. B. als kürzere Einheit (ab ca. 2 Stunden) oder als mehrteilige Workshopreihe mit vertiefenden Inhalten.

Kooperationspartner

Schulen, Kindergärten, medienpädagogische Fachkräfte

Herausforderungen / Feedback

Eine zentrale Herausforderung liegt im unterschiedlichen Erfahrungsstand der Teilnehmenden. Während einige Kinder bereits erste Erfahrungen mit digitalen Geräten oder Zeichnen mitbringen, benötigen andere mehr Unterstützung. Dies erfordert eine flexible Begleitung sowie ausreichend Zeit für individuelles Arbeiten.

Auch der Umgang mit der Technik kann anfangs herausfordernd sein, insbesondere wenn mehrere Geräte parallel genutzt werden. Eine klare Struktur bei der Einführung sowie bei der Geräteverteilung und -nutzung hat sich hier als hilfreich erwiesen.

Ein weiterer Aspekt ist das Zeitmanagement: Viele Kinder entwickeln schnell eigene Ideen und möchten diese weiter ausarbeiten, sodass die verfügbare Zeit oft als zu kurz empfunden wird. Hier ist es sinnvoll, den Fokus bewusst auf kleine, umsetzbare Ergebnisse zu legen.

Aus den bisherigen Durchführungen zeigt sich insgesamt ein sehr positives Feedback. Die Kinder sind hoch motiviert, arbeiten konzentriert und erleben schnell Erfolgserlebnisse. Besonders geschätzt wird die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und am Ende ein sichtbares Ergebnis zu präsentieren.Auch aus pädagogischer Sicht wird das Format als wertvoll wahrgenommen, da es Kreativität, Ausdrucksfähigkeit und Medienkompetenz gleichermaßen fördert und dabei niedrigschwellige Zugänge ermöglicht.

Gruppengröße

ca. 15 Kinder

Zeitumfang

Das Projekt ist als kompakter Workshop-Nachmittag mit einer Gesamtdauer von ca. 3 bis 4 Stunden konzipiert.

Eingereicht von

ENIJE for Afrika e.V. | Barbara Ahland

Thema Digitales Storytelling

 

Warum digitale Storytelling-Projekte in der Bibliothek?

  • Bei Projekten zum digitalen Storytelling können eigene Perspektiven durch persönliche Geschichten eingebracht werden.
  • Das dabei erlangte Wissen über Stilmittel des Storytellings hilft, Narrative und Manipulation zu erkennen.
  • Es werden die Fantasie und die Kreativität gestärkt.
Wir freuen uns auf Ihre Workshopidee!

Alles zum Thema: Projekte selbst gestalten

Ziele und Zielgruppen, Themen und Inhalte, Methoden und Tools - wer ein medienpädagogisches Projekt planen und erfolgreich in der eigenen Bibliothek umsetzen möchte, muss sich vorab mit vielen verschiedenen Aspekten auseinandersetzen. Hier finden Sie zahlreiche Informationen, Tipps und Anregungen rund ums Thema "Projekte selbst gestalten", die den Start mit dem eigenen Projekt leichter machen.